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Kreisverband Kreisräte
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Unsere
Pressemitteilungen ... und was
daraus wird
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19.11.2008 |
Jahreshauptversammlung am 11. November 2008 |
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28.03.2007 |
Außerordentliche
Jahreshauptversammlung am 28. März 2007
FW-Kreisverband ändert Satzung für kommende Kommunalwahlen |
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03.07.2006 |
Rettet die Bayerische Hauptschule!
Die Fraktion der Freien Wähler macht sich große Sorgen um die
Hauptschule |
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16.11.2005 |
FW bewertet
Koalitionsvertrag aus kommunalpolitischer Sicht |
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19.07.2005 |
Ausleihgebühren im
Bibliothekszentrum Hösbach -
für die Freien Wähler eine Frage der Gerechtigkeit! |
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14.01.2005 |
FW will 2005 eine
Stärkung der Gemeinden |
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22.07.2004 |
Hartz IV in
Arbeitsgemeinschaft umsetzen |
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04.05.2004 |
Hartz IV ruiniert
die Kreisfinanzen |
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24.09.2002 |
FW-Kreistagsfraktion fordert vom Gesetzgeber eine Gemeindefinanzreform |
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Jahreshauptversammlung am 19.
November 2008 |
Veröffentlichung im Main-Echo
am 25.11.2008 |
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Die FW Freie Wähler
Aschaffenburg-Land hat auf ihrer Jahreshauptversammlung die Vorstandschaft
entlastet und für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.
Der alte und neue Vorsitzende
Dr. Gerhard Glöckner, Stockstadt, beleuchtete die nach der erfolgreichen
Landtagsteilnahme der FW veränderte Situation des Kreisverbandes. Dem anwesenden
Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Jürgen Fahn wurde mit auf den Weg gegeben, seine
Kraft für die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung einzusetzen und die Fahne
des freien Abgeordneten im Maximilianeum hochzuhalten.
Dr. Fahn ging in seinem
Redebeitrag vor allem auf die bayerische Bildungspolitik ein und kritisierte CSU
und ihr Anhängsel FDP scharf. So habe man eine sog enannte Gelenksklasse für die
5. Jahrgangsstufe beschlossen, von der aber keiner wisse, was sie eigentlich
bedeute. Ein Dringlichkeitsantrag zu diesem Punkt wurde von der
Parlamentsmehrheit abgewiesen. Er beleuchtete den Koalitionsvertrag zwischen FDP
und CSU und stellte fest, dass die FDP ihre Eigenständigkeit auf dem Altar der
Machtpolitik geopfert habe. Insgesamt bedauerte er, dass die Parlamentsarbeit
für seinen Geschmack etwas zu gemütlich vonstatten geht. So wären bis dato noch
keinerlei Ausschüsse besetzt und demzufolge auch nicht arbeitsfähig.
Der Kreisgruppenvorsitzende
Bürgermeister Reiner Pistner aus Schöllkrippen ließ den abgelaufenen Wahlkampf
Revue passieren. Durch die erfolgreiche Teilnahme an der Landtagswahl habe man
verwaltungsrechtlich einen privilegierten Status erreicht, der die Gründung
neuer Ortsvereine erheblich erleichtere. Diesen Weg müsse man gehen. Allzu viel
Uniformität sei hierbei allerdings abzulehnen, vielmehr müsse man sich seitens
des Kreisverbandes bemühen, vorhandene Wählergruppierungen einzubinden, indem
man ihnen eine Plattform für ihre kommunalpolitischen Anliegen bietet.
Insgesamt strebe man eine
Bürgerbewegung an, die sich als Alternative zum Parteienstaat verstanden wissen
will.
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Freie Wähler bestätigen
Vorstand
Politik:
Abgeordneter Fahn kritisiert
Parlamentsarbeit
Kreis Aschaffenburg. Die Freien
Wähler Aschaffenburg-Land haben auf ihrer Hauptversammlung den Vorstand
des Kreisverbands entlastet und für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.
Vorsitzender bleibt Dr. Gerhard Glöckner (Stockstadt).
Glöckner gab dem anwesenden
Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Jürgen Fahn mit auf den Weg, seine Kraft für
die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung einzusetzen. Fahn ging in
seinem Redebeitrag vor allem auf die bayerische Bildungspolitik ein und
kritisierte die CSU und ihr "Anhängsel" FDP scharf.
So habe man eine so genannte Gelenkklasse
für die 5. Jahrgangsstufe beschlossen, von der keiner wisse, was sie
eigentlich bedeute. Ein Dringlichkeitsantrag zu diesem Punkt sei von der
Parlamentsmehrheit abgewiesen worden.
Ziel: Mehr Ortsverein
Fahn beleuchtete den Koalitionsvertrag zwischen FDP und CSU und stellte
fest, dass die FDP ihre Eigenständigkeit auf dem Altar der Machtpolitik
geopfert habe. Insgesamt bedauerte er, dass die Parlamentsarbeit für
seinen Geschmack zu gemütlich vonstatten gehe. So wären bis dato noch
keinerlei Ausschüsse besetzt und demzufolge auch nicht arbeitsfähig.
Der Kreisgruppenvorsitzende Bürgermeister
Reiner Pistner aus Schöllkrippen, zog Schlüsse aus dem Wahlkampf. Durch
die erfolgreiche Teilnahme an der Landtagswahl habe die Partei
verwaltungsrechtlich einen priviligierten Status erreicht, der die
Gründung neuer Ortsvereine erleichtere. "Diesen Weg müssen wir gehen",
sagte Pistner. Der Kreisverband müsse sich bemühen, vorhandene
Wählergruppierungen einzubinden, indem er ihnen eine Plattform für ihre
Arbeit biete.
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Außerordentliche Jahreshauptversammlung am 28. März 2007 |
Veröffentlichung im Main-Echo
am 10.4.2007 |
FW-Kreisverband ändert Satzung für
kommende Kommunalwahlen
Auf einer
außerordentlichen Versammlung des Kreisverbandes Aschaffenburg der Freien
Wähler billigten die Mitglieder eine Satzungsänderung, durch die zukünftig
ausschließlich natürliche Personen Mitglieder des Kreisverbandes sein
können und nicht mehr wie bisher sowohl Ortsvereine als auch
Einzelpersonen.
Dies wurde notwendig durch
eine Änderung der Gemeindeordnung, nach der bei den nächsten
Kommunalwahlen nur noch Wählergruppen mit natürlichen Personen als
Mitglieder teilnehmen dürfen. „Dass es sich hierbei ein Jahr vor den
Kommunalwahlen um eine offensichtliche Schikane der absoluten CSU-Mehrheit
gegen die Freien Wähler handelt, liegt auf der Hand,“ sagte der
Kreisvorsitzende Dr. Gerhard Glöckner. Denn alle Wählervereinigungen, die
in ihrer Satzung bisher ausschließlich Vereine als Mitglieder vorgesehen
hätten, müssten sich nun auflösen und neu gründen. Und das bedeute auch,
dass diese Gruppen erneut die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von
Befürwortern durch Unterschriften belegen müssten. Die dadurch notwendig
gewordenen Satzungsänderungen wurden von den anwesenden Mitgliedern
einstimmig beschlossen.
Im Anschluss hielt der aus
Landshut angereiste Vorsitzende des Landesverbandes der Freien Wähler
Bayern, Hubert Aiwanger, eine Grundsatzrede, in der einige zentrale Themen
der Landespolitik behandelte. Er warf der CSU vor, durch eine verfehlte
Bildungspolitik den gegenwärtigen massiven Unterrichtsausfall mit
verursacht zu haben. Er kritisierte die Schließung von Grund- und
Hauptschulen im ländlichen Raum, die - oft gerade eben für teures
kommunales Geld renoviert – nun nutzlos vergammeln, nur weil ein oder zwei
Kinder für die Soll-Klassenstärke fehlen. Lieber würden die Kinder –
natürlich auf Kosten der Kommunen - quer durch den ganzen Landkreis
gekarrt, um sie in aufgeblähten Schulzentren in überfüllten Klassen mit
bis zu 30 Kindern mehr schlecht als recht zu unterrichten. Hier forderte
der FW-Landesvorsitzende mehr Flexibilität, wobei in begründeten
Einzelfällen durchaus auch jahrgangsübergreifende Klassen die bessere
Lösung sein könnten.
Über die sogenannten
Regionalkonferenzen, mit der die CSU nach Jahrzehnten der Vernachlässigung
nun plötzlich wieder versucht, den ländlichen Raum für sich zu
vereinnahmen, sagte der Haupterwerbs-Landwirt, dass eine flächendeckende
Versorgung mit schnellen DSL-Internetanschlüssen überall in Bayern viel
wichtiger sei als solche Schauveranstaltungen. Das Fehlen solcher
Anschlüsse bedeute heute eine schwere Benachteiligung der Einwohner, aber
vor allem der Betriebe und führe unter Umständen sogar zur Abwanderung.
Aber statt für die rasche Verfügbarkeit von DSL-Anschlüssen in ganz Bayern
zu sorgen, werfe die Staatsregierung das Geld lieber für Prestigeobjekte
wie den Transrapid zum Fenster hinaus, sagte Herr Aiwanger.
Der Goldbacher
Bürgermeister Thomas Krimm hielt die Dankesrede zur Überreichung der
goldenen Ehrennadel der Freien Wähler an Herrn Peter Zobel, ebenfalls aus
Goldbach. Seit mehr als 20 Jahren sei Herr Zobel ein engagierter Streiter
für die Ziele der Freien Wähler, habe den Goldbacher Ortsverein
mitgegründet und sehr großen Anteil daran, dass Goldbach nicht nur einen
der mitgliederstärksten Ortsvereine unterhält, sondern seit 2002 auch
einen FW-Bürgermeister habe. Herr Krimm bedankte sich für sein besonderes,
langjähriges Engagement sehr herzlich und der Landesvorsitzende Herr
Aiwanger überreichte Herrn Zobel die Anstecknadel.
Dem Dank schlossen sich
der erste Vorsitzende des Kreisverbandes Aschaffenburg, Herr Dr. Gerhard
Glöckner und der ebenfalls an diesem Abend anwesende Vorsitzende des
Kreisverbandes Miltenberg, Herr Dr. Fahn, an. Auch das Plenum honorierte
die Tätigkeit und das Engagement durch lautstarken Applaus. Herr Michael
Schmitt aus Goldbach war verhindert und konnte die ihm zugedachte silberne
Ehrennadel der Freien Wähler nicht persönlich in Empfang nehmen. |
"Eine Schikane der
absoluten CSU-Mehrheit"
Wegen geänderter
Bayerischer Gemeindeordnung: Freie Wähler im Kreis Aschaffenburg
ändern Satzung
Kreis Aschaffenburg. Die Freien Wähler (FW)
im Kreis Aschaffenburg haben ihre Satzung geändert: Nur noch natürliche
Personen sind Mitglied des Kreisverbands und nicht auch Ortsvereine.
Grund: Die geänderte Bayerische Gemeindeordnung lässt zu Kommunalwahlen
nur noch Wählergruppen mit natürlichen Personen als Mitglieder zu.
In einer außerordentlichen Versammlung des Kreisverbands Aschaffenburg
haben die Freien Wähler der Satzungsänderung zugestimmt.
"Dass es sich hierbei ein Jahr vor den
Kommunalwahlen um eine offensichtliche Schikane der absoluten CSU-Mehrheit
handelt, liegt auf der Hand", sagte Kreisvorsitzender Gerhard Glöckner
(Stockstadt). Denn alle Wählervereinigungen, die in ihrer Satzung bisher
ausschließlich Vereine als Mitglieder vorsahen, müssten sich nun auflösen
und neu gründen. Dies bedeute auch, dass diese Gruppen erneut die
gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Befürwortern durch Unterschriften
belegen müssen.
Goldbachs Bürgermeister Thomas Krimm
hielt die Dankesrede zur Überreichung der goldenen Ehrennadel der Freien
Wähler an Peter Zobel (Goldbach). Seit mehr als 20 Jahren sei Zobel ein
engagierter Streiter für die Ziele der Freien Wähler, habe den Ortsverein
mitgegründet und großen Anteil daran, dass Goldbach nicht nur einen der
mitgliederstärksten Ortsvereine unterhält, sondern seit 2002 auch einen
FW-Bürgermeister hat. Michael Schmitt (Goldbach) konnte die ihm zugedachte
silberne Ehrennadel der Freien Wähler nicht persönlich in Empfang nehmen.
Der bayerische Landesvorsitzende der
Freien Wähler, Hubert Aiwanger (Landshut), hatte zuvor der CSU
vorgeworfen, durch eine verfehlte Bildungspolitik den gegenwärtig massiven
Unterrichtsausfall mit verursacht zu haben. Er kritisierte die Schließung
von Grund- und Hauptschulen im ländlichen Raum, die - oft gerade erst
renoviert - nun "nutzlos vergammeln", weil ein oder zwei Kinder zur
Soll-Klassenstärke fehlen. Lieber würden die Kinder - auf Kosten der
Kommunen - "quer durch den Landkreis gekarrt, um sie in aufgeblähten
Schulzentren in überfüllten Klassen mit bis zu 30 Kindern mehr
schlecht als recht zu unterrichten". Der FW-Landesvorsitzende forderte
mehr Flexibilität, im Einzelfall könnten auch jahrgangsübergreifende
Klassen die bessere Lösung sein.
Über die Regionalkonferenzen, mit denen die CSU "nach Jahrzehnten der
Vernachlässigung nun plötzlich wieder versucht, den ländlichen Raum für
sich zu vereinnahmen", sagte Haupterwerbslandwirt Aiwanger, dass eine
flächendeckende Versorgung mit DSL-Internetanschlüssen viel wichtiger sei
als derlei "Schauveranstaltungen". Das Fehlen solcher Anschlüsse bedeute
heute eine schwere Benachteiligung der Einwohner, aber vor allem der
Betriebe und führe unter Umständen gar zur Abwanderung.
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Fraktionssitzung der
FW-Kreisräte am 3.7.2006 |
Veröffentlichung im Main-Echo
am 11.7.2006 |
Die
Fraktion der Freien Wähler macht sich große Sorgen
um die
Hauptschule
Die Gründung eines 3.
Realschulstandortes im Kreisgebiet war Anlass für die FW-Fraktion sich mit
der Schullandschaft des Kreises erneut zu beschäftigen. Bereits 2001 wurde
dieser 3. Standort von der FW-Fraktion gefordert, aber vor der
Kreistagsmehrheit unter Berufung auf die Aussagen der Schulverwaltung als
unnötig abgelehnt.
Für die Fraktion
stand bereits seinerzeit fest, dass die Einführung der R 6 die
Realschülerzahlen stark steigen lassen würde, mit all den sich hieraus
ergebenden Konsequenzen für die so genannte Hauptschule, die heute eher
eine Restschule darstellt. Bei genauerer Betrachtung der
Hauptschullandschaft des Kreisgebietes zeigt sich allerdings, dass es
hinsichtlich der Qualität und Schülerfrequenz erhebliche Unterschiede
gibt.
Bürgermeister Thomas Grimm
musste leider Goldbach betreffend, diesen Negativ-Trend als Folge der R 6
bestätigen. Die Entwicklung der Goldbacher Hauptschule in den letzten
Jahren und die Zukunftsaussichten können nur als katastrophal bezeichnet
werden.
Im Jahr 2000 wurde die Goldbacher Hauptschule für 2,5 Millionen Euro
erweitert und saniert. An staatlichen Fördermitteln erhielt der Markt
Goldbach 562.000 Euro. Mit diesen Baumaßnahmen wurde die Hauptschule allen
Anforderungen einer modernen Schule gerecht und die Ausstattung der
Fachräume wurde vom motiviertem Lehrerkollegium als außergewöhnlich gut
bezeichnet. Der jährliche Haushaltsplan ließ für die Schule keine Wünsche
offen.
Die hervorragenden Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler
führten auch zu außergewöhnlich guten Schulabschlüssen und
Vermittlungsquoten bei der Lehrstellensuche. In den Jahren 2000 und 2001
konnte auch jeweils eine Klasse des M-Zweiges gebildet werden. Die
Schülerzahlen stiegen im Jahr 2003 auf 300 in zwölf Klassen an.
Doch mit der Einführung
der R 6 in der Realschule Hösbach im Jahr 2001 erfuhr die Entwicklung eine
dramatische Wende. Die Realschule wurde von den Eltern für ihre Kinder dem
M-Zug vorgezogen, so dass die Zahl der von der Grundschule in die
Hauptschule überwechselnden Kinder stetig deutlich zurückging. Seit dem
Schuljahr 2002/2003 konnte kein M-Zug mehr eingerichtet werden.
Im letzten Schuljahr sank die Quote der aus der Grundschule in die
Hauptschule wechselnden Schüler/innen unter 30 %, so dass nur eine fünfte
Klasse mit über 30 Schüler/innen gebildet werden konnte. Für das kommende
Schuljahr zeichnet sich die gleiche Entwicklung ab, so dass sich damit die
Schülerzahl auf ca. 170 in acht Klassen reduziert.
Im kommenden Schuljahr werden durch eine nun erreichte Kooperation mit der
Pestalozzischule Hösbach (Förderschule für Lernbehinderte) fünf
Schüler/innen in die fünfte Klasse aufgenommen, so dass eine Zweizügigkeit
erreicht wird. Außerdem werden durch Zuzüge elf zusätzliche Schüler/innen,
verteilt über die Klassen 5-9 aufgenommen, so dass auch die jetzige
einzige fünfte Klasse trotz einiger Übertritte in die Realschule im
nächsten Jahr in zwei sechste Klassen geteilt werden kann. Die Schülerzahl
wird somit im nächsten Schuljahr bei 186 in 10 Klassen auf gleichem Niveau
bleiben.
Durch diesen Trend wird
die Ganztagsbetreuung der Hauptschule, die im Jahr 2003 eingerichtet
wurde, gefährdet. Bei anhaltender Einzügigkeit muss auch mit der völligen
Auflösung des Hauptschulstandortes Goldbach gerechnet werden. Neben dieser
bildungspolitischen Katastrophe, die alle Pflicht- und viele freiwillige
Bemühungen des Marktes Goldbach für die Schülerinnen und Schüler zunichte
machen würde, zeichnet sich aus dieser Entwicklung auch ein finanzielles
Desaster ab. Die Investitionen in die schulische Einrichtung muss zum
größten Teil als Totalverlust betrachtet werden. Hinzu kommen weiterhin
bestehende Ausgaben für den Unterhalt der Einrichtung, jährliche
Gastschulbeiträge in Höhe von rd. 10.000 Euro, die für die Unterbringung
der Goldbacher M-10-Schüler/innen in der Hauptschule Hösbach fällig werden
und ein noch ungewisser Anteil an den Baukosten der neuen dritten
Realschule im Landkreis über die Kreisumlage. Die bittere Erfahrung für
Goldbach ist die paradoxe Tatsache, dass durch die Einführung der R 6
zunächst die Investition in die Hauptschule zerstört und man dann für den
Aufbau dieser dafür ursächlichen Einrichtung noch einmal zur Kasse gebeten
wird.
Während andere
Bundesländer, wie jüngst Nordrhein-Westfalen, eine Bildungsreform
verabschiedet haben, die über eine bessere Durchlässigkeit der
Schulsysteme den enormen Druck auf die Kinder in der Grundschule nimmt,
zieht die Karawane in Bayern, diktiert von den Vorgaben des
Finanzministeriums, munter weiter durch die bildungspolitische Wüste.
Bürgermeister Reiner Pistner zeigte am Beispiel der
Hauptschule Schöllkrippen aber auch, wie gut die Hauptschule funktionieren
kann. In fast jedem Jahrgang können ab der 7. Klasse zwei M-Klassen
abgeboten werden, die zum mittleren Bildungsabschnitt führen. Dies
entlastet Schüler und Eltern vom gewaltigen Übergangsdruck in der 4.
Klasse. Ein zusätzliches umfangreiches und freiwilliges Kursangebot für
dazu, dass die Hauptschule eine große Akzeptanz hat. Dass die Hauptschule
anderenorts nach der Einführung der sechsstufigen Realschule nur noch als
Restschule bezeichnet wird und der M-Zug anderenorts nicht angenommen
wird, macht auch ihm Sorgen. Dies wird den Möglichkeiten, die unsere
Hauptschule bietet, nicht gerecht, so Pistner. Ärgerlich ist für ihn auch
die Tatsache, dass die Gemeinden des Oberen Kahlgrundes den mittleren
Bildungsabschluss an ihrer Hauptschule selbst finanzieren müssen, während
an den Realschulen der Landkreis Sachaufwandsträger ist.
Als Quintessenz stellte der Fraktionssprecher der
FW-Kreistagsfraktion Dr. Glöckner fest, dass die Einführung der R 6 ein
schulpolitischer Kardinalfehler gewesen ist, den es zumindest punktuell zu
korrigieren gilt.
Die allzu frühe Aufspaltung der Schulwege bereits in der 4. Klasse setzt
Lehrer, Eltern und vor allem viele Kinder einem schwer erträglichen
Ausleseprozess aus. Gekoppelt mit der ungenügenden Durchlässigkeit der
einzelnen Schularten führt dies dazu, dass häufig bereits im Alter von 9
Jahren über Lebenschancen entschieden wird, also in einem Lebensalter, in
dem die kindliche Entwicklung höchst unterschiedlich verläuft. Die R 4
hatte hier den deutlich besseren pädagogischen Ansatz.
Neben
diesen sicher im Vordergrund stehenden pädagogischen Überlegungen hat die
R 6 aber auch eine Reihe schwerwiegender Folgen für die Finanzen einer
Gemeinde.
Aus all diesen Gründen fordert die FW-Kreistagsfraktion die
kommunalpolitischen Parteienvertreter auf, in ihren Gremien darauf
hinzuwirken, dass
1.
das Konzept einer
gemeinsamen Haupt- und Realschule verfolgt wird (Unterbringung mehrerer
kleiner Realschulen an den Hauptschulstandorten bei gegebener
Durchlässigkeit der Schularten = weiterentwickelte Gesamtschule) und
2.
eine 100 %-ige
Finanzierung des Schulsystems durch den Freistaat Bayern erfolgen muss. |
Kein M-Zug in Goldbach
Freie Wähler zur
Hauptschule:
"Katastrophal"
Kreis Aschaffenburg. Die Gründung eines
dritten Realschulstandortes im Kreisgebiet hat die Kreistagsfraktion der
Freien Wähler veranlasst, sich mit der Schullandschaft des Kreises
erneut zu beschäftigen. 2001 hatten die Freien den Standort
gefordert, von der Kreistagsmehrheit war er aber als unnötig abgelehnt
worden.
Für die Fraktion stand bereits seinerzeit
fest, dass die Einführung der R 6 die Realschülerzahlen stark steigen
lassen würde. Bei genauerer Betrachtung der Hauptschullandschaft des
Kreisgebietes zeigt sich, dass es hinsichtlich Qualität und
Schülerfrequenz erhebliche Unterschiede gibt.
Goldbachs Bürgermeister Thomas Grimm bestätigte den Negativ-Trend der
Hauptschule in Goldbach und die Zukunftsaussichten könnten nur als
"katastrophal" bezeichnet werden. Mit der Einführung der R 6 in Hösbach im
Jahr 2001 habe die bis dahin sehr positive Entwicklung in Goldbach eine
"dramatische Wende" erfahren.
Seit 2002/2003 konnte kein M-Zug mehr eingerichtet werden. Im letzten
Schuljahr sank die Quote der aus der Grundschule in die Hauptschule
wechselnden Schüler unter 30 Prozent. Im kommenden Schuljahr werden durch
eine nun erreichte Kooperation mit der Pestalozzischule Hösbach fünf
Schüler in die fünfte Klasse aufgenommen, so dass eine Zweizügigkeit
erreicht wird. Die Schülerzahl wird im nächsten Schuljahr bei 186 in zehn
Klassen auf gleichem Niveau bleiben. Durch diesen Trend wird die
Ganztagsbetreuung der Hauptschule gefährdet und bei anhaltender
Einzügigkeit muss mit der Auflösung des Hauptschulstandortes Goldbach
gerechnet werden.
Bürgermeister Reiner Pistner zeigte am
Beispiel der Hauptschule Schöllkrippen aber auch, wie gut die Hauptschule
funktionieren kann. In fast jedem Jahrgang können ab der 7.Klasse zwei
M-Klassen angeboten werden. Ein freiwilliges Kursangebot führe dazu, dass
die Hauptschule eine große Akzeptanz habe.
Dass die Hauptschule anderenorts nach der Einführung der sechsstufigen
Realschule nur noch als Restschule bezeichnet wird und der M-Zug
anderenorts nicht angenommen wird, macht auch ihm Sorgen. "Dies wird den
Möglichkeiten, die unsere Hauptschule bietet, nicht gerecht," so Pistner.
Als Quintessenz stellte der
Fraktionssprecher Dr. Glöckner fest, dass die Einführung der R 6 ein
schulpolitischer Kardinalfehler gewesen sei, den es zumindest punktuell zu
korrigieren gelte.
Die FW-Kreistagsfraktion forderte die
kommunalpolitischen Parteienvertreter auf, in ihren Gremien darauf
hinzuwirken, dass das Konzept einer gemeinsamen Haupt- und Realschule
verfolgt wird. Die Unterbringung mehrerer kleiner Realschulen an den
Hauptschulstandorten und eine 100prozentige Finanzierung des Schulmüsse
erfolgenmuss. |
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Fraktionssitzung der
FW-Kreisräte am 16.11.2005 |
Veröffentlichung im Main-Echo |
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FW bewertet Koalitionsvertrag
aus kommunalpolischer Sicht:
Auf ihrer Fraktionssitzung nahmen die FW-Kreistagspolitiker den
Koalitionsvertrag unter die Lupe. Im Kern kam man zum Ergebnis, dass die
dritte staatliche Ebene, also Städte und Gemeinden, für die Bundes- und
Landespolitik offenbar keine zentrale Bedeutung haben, obwohl sie doch das
direkte Lebensumfeld der Bürger darstellen.
Die Mehrwertsteuer-Erhöhung führt ausschließlich zu Mehreinnahmen bei Bund
und Land, was jenseits des grundsätzlichen Fehlers sie zu erhöhen auch
weitreichende negative Folgen für Städte und Gemeinden hat.
Dadurch, dass die Erhöhung das verfügbare Einkommen der Bürger deutlich
mindert, schwächt sie als Konsumbremse und Förderin der Schwarzarbeit über
das Absinken der Gewerbesteuer auch die Finanzkraft der Kommunen. Hinzu
kommt, dass die Kommunen als Mehrwertsteuerzahler selbst originär
betroffen sind. Der gemeindliche Einkommensteueranteil wird aufgrund der
veränderten Familienförderung ebenfalls sinken.
Die so genannte Reichensteuer wird aufgrund der Kappungsgrenze fast
ausschließlich dem Bund zufließen. Mit einer nennenswerten Verbesserung
der Finanzausstattung der Gemeinden ist also folglich auch zukünftig nicht
zu rechnen, vielmehr wird eine Verschlechterung eintreten, was
unweigerlich zu einer Erhöhung der Gebühren und Abgaben führen wird.
Das Nichtangehen der schwerwiegenden Strukturprobleme im Gesundheitswesen
erzwingt, dass auch weiterhin kommunale Gelder in die Krankenhäuser des
Kreises zur Defizitabdeckung fließen werden.
Den Ausbau der Kinderbetreuung sollen die Kommunen aus Überschüssen
finanzieren, die ihnen durch Hartz-IV zufließen. Dieser Sachverhalt ist
aber zumindest im Landkreis Aschaffenburg nicht gegeben. Somit bleiben die
Landkreiskommunen entweder an diesen Kosten hängen oder sie erhöhen die
Kindergartengebühren und greifen den Eltern in die Tasche.
Insgesamt wird die Hartz-IV-Gesetzgebung - aus Sicht der parteifreien
Kommunalpolitik von Anfang an ein institutionalisierter Schwachsinn -
nicht im nötigen Umfang korrigiert, so dass weiterhin kommunales Geld in
die Bundes- und Landessozialkassen umgeleitet wird. Der vom Gesetzgeber
geschaffene Zuständigkeitswirrwarr führt darüber hinaus einerseits zu
Fehlförderung in erheblichem Umfang und andererseits zur unzureichenden
Betreuung der wirklich Bedürftigen. Die bereits vor der Wahl
großkoalitionär beschlossene Hartz-IV-Gesetzgebung bleibt somit gemessen
am eigenen Anspruch Stückwerk.
Auch von der dringend gebotenen Deregulierung, also von einer Verringerung
von Vorschriften, um wirtschaftliche Aktivitäten anzukurbeln, ist in den
191 Seiten des Koalitionsvertrages wenig Konkretes zu lesen. Vielmehr wird
es eine Vielzahl neuer Gesetze und Vorschriften geben. Dies wird den
Freiraum des Bürgers weiter einschränken und die kommunale
Selbstverwaltung zusätzlich schwächen. Die im Koalitionsvertrag als Ziel
formulierte aktive Bürgergesellschaft wird so sicher nicht erreicht
werden. |
keine Veröffentlichung |
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Fraktionssitzung der
FW-Kreisräte am 19.07.2005 |
Veröffentlichung im Main-Echo
am 22.07.2005 |
Ausleihgebühren im
Bibliothekszentrum Hösbach -
für die Freien Wähler eine Frage der Gerechtigkeit!
Breiten Raum nahm auf der Fraktionssitzung der Freien
Wähler die Einführung von Benutzergebühren für das Bibliothekszentrum in
Hösbach ein.
Die Freien Wähler hatten
seiner Zeit die Einrichtung des Zentrums abgelehnt, weil dessen
Finanzierung über die Kreisumlage aller Landkreisbürger belastet, während
die Nutzer überwiegend aus wenigen umliegenden Gemeinden kommen. Neben 1,1
Mio. Euro Baukosten, die die Kreiskasse zu tragen hatte, entsteht ein
jährlich steigendes Betriebsdefizit von derzeit 250.000 Euro, das über die
Kreisumlage ausgeglichen wird. Somit finanziert jeder Kreisbürger mit 1,4
Euro pro Jahr das BIZ, während viele Gemeinden gleichzeitig eine örtliche
Bücherei betreiben, weil für ihre Ortsbürger, z. B. Kinder und Senioren
das BIZ nicht erreichbar ist. Während das BIZ keine Gebühren erhebt, sind
Ausleihungen z. B. in Großostheim oder Stockstadt kostenpflichtig. Im
Klartext bedeutet dies, dass z. B. aus der Großostheimer Gemeindekasse
jährlich 23.000 Euro ins BIZ umgelenkt werden und damit der Großostheimer
Bürger doppelt zur Kasse gebeten wird.
Um eine Gleichbehandlung der Kreisbürger zu gewährleisten, ist die
Einführung von Ausleihgebühren im BIZ dringend geboten. Aus
Gerechtigkeitsgründen müssten diese zudem höher sein als in den
standortfernen Landkreisgemeinden. Bei derzeit 2450 BIZ-Nutzern über 18
Jahren und einem von der Verwaltung des Kreises vorgeschlagenen
Jahresnutzergebühr von 10 Euro wird ein Kostendeckungsbetrag von lediglich
10 % erreicht. Dies erscheint unter den eingangs geschilderten
Gerechtigkeitsgesichtspunkt etwas wenig. Grundsätzlich halten die Freien
Wähler dezentrale Gemeindebibliotheken für den richtigen Weg, weil sie die
benutzerfreundlichste Lösung darstellen. Mit dem derzeit an das BIZ
transferierten Geld ließe sich praktisch in jeder Gemeinde eine
gebührenfreie Gemeindebibliothek betreiben. Leider hat hier die
Kreistagsmehrheitsfraktion CSU vor Jahren einen grundsätzlich falschen Weg
eingeschlagen, der nun zu unnötig teuren Doppellösungen führt. |
Gebühren eine "Frage der
Gerechtigkeit"
Kreis Aschaffenburg. Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler ist dafür,
dass Kunden des Hösbacher Bibliothekszentrums (BIZ) Gebühren bezahlen
müssen. Dies sei eine Frage der Gerechtigkeit. Die Freien Wähler hatten
dieses Zentrum einst abgelehnt, weil es über die Kreisumlage alle Bürger
bealstet, der Großteil der Nutzer aber aus wenigen Gemeinden kommt. Neben
1,1 Millionen Euro Baukosten ist ein jährlich steigendes Betriebsdefizit
von derzeit 250.000 Euro zu verkraften. Jeder Kreisbürger zahle für das
BIZ 1,40 Euro pro Jahr.
Um eine Gleichbehandlung der Kreisbürger zu gewährleisten, müssten im BIZ
dringend Ausleihgebühren eingeführt werden. Bei 2450 BIZ-Nutzern über 18
Jahren und der von der Kreisverwaltung vorgeschlagenen Jahresgebühr von 10
Euro würden die Kosten nur zu zehn Prozent gedeckt. Grundsätzlich halten
die Freien Wähler dezentrale Gemeindebibliotheken für die
benutzerfreundlichste Lösung. Mit dem Geld für das BIZ ließe sich
praktisch in allen Gemeinden solche Bibliotheken betreiben. |
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Fraktionssitzung der
FW-Kreisräte am 14.01.2005 |
Veröffentlichung im Main-Echo
am 17.01.2005 |
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Auf ihrer
ersten Fraktionssitzung im neuen Jahr legten die Freien Wähler ihre
Marschrichtung für 2005 fest. Im Hinblick auf den Haushalt gilt es eine
Erhöhung der Kreisumlage auf jeden Fall zu verhindern, um den
Landkreisgemeinden die verbliebenen Reste ihrer Investitionskraft zu
erhalten. Damit dies jetzt und zukünftig möglich bleibt, muss der
Grundsatz gelten, dass kommunale Gelder nur für kommunale Aufgaben
ausgegeben werden.
Eine
Subvention der Kreiskrankenhäuser mittels der Grundsteuer oder der
Gewerbesteuer der Landkreisgemeinden kann kein Dauerzustand sein. Die
Krankenkassen als Aufwandsträger der Krankenhäuser müssen aus den Mitteln
der Versicherten die Kreiskrankenhäuser zu 100 % finanzieren.
Die Belastung der Kreiskasse durch Hartz IV muss exakt ausgewiesen werden,
um den Bund mit den Mehrkosten konfrontieren zu können.
Im Schulbereich ist vom Land Bayern die volle Subsidiarität einzufordern.
Dies bedeutet, sowohl die Mehraufwendungen für die Nachmittagsbetreuung an
den Kreisschulen als auch die Mehrkosten für das 8-jährige Gymnasium
müssen vom Land getragen werden.
Der Bezirk Unterfranken ist nachdrücklich daran zu erinnern, dass er keine
Strukturpolitik auf Kosten des Landkreises Aschaffenburg betreiben darf.
Die Fraktion war sich darüber im klaren, dass es aufgrund der politischen
Mehrheitsverhältnisse kaum eine Chance für die Umsetzungen ihrer
Forderungen gibt, gleichwohl gelte es im Interesse der Landkreisbürger die
Finger in die Wunde zu legen.
Auf Kreisebene sollte mittelfristig eine Trennung von den Beteiligungen
des Kreises erfolgen. So ist es weder eine kommunale Aufgabe, eine
Wohnungsbaugesellschaft zu betreiben, da Wohnraum teurer ist als der des
privaten Marktes, noch bringt der Betrieb des eigenen Kompostwerkes
irgendwelche Vorteile für den Bürger. Die Beteiligung an einer
Mediengesellschaft ist schon aus prinzipiellen politischen Erwägungen
fragwürdig.
Das Rechnungswesen des Kreises muss modernisiert werden, indem die
Kameralistik durch eine saubere Bilanzbuchhaltung ersetzt wird. Hierbei
ist das Mittel der Budgetierung der Kreiseinrichtungen verstärkt
einzusetzen, damit Bevormundung durch Eigenverantwortung ersetzt wird.
Zum Schluss beschloss die Kreistagsfraktion die Südasienfluthilfe mit 500
Euro zu unterstützen. |
Die Gemeinden stärken
Freie Wähler: kommunales Geld für eigene Aufgaben
Kreis Aschaffenburg: In ihrer ersten
Fraktionssitzung im neuen Jahr legten die Freien Wähler ihre
Marschrichtung für 2005 fest. Im Hinblick auf den Haushalt wollen sie eine
Erhöhung der Kreisumlage verhindern, um den Gemeinden den Rest ihrer
Investitionskraft zu erhalten. Kommunales Geld dürfe nur für kommunale
Aufgaben ausgegeben werden.
Eine Subvention der
Kreiskrankenhäuser über die Grund- oder Gewerbesteuer der
Landkreisgemeinden könne kein Dauerzustand sein. Als Aufwandsträger
müssten die Krankenkassen die Krankenhäuser aus den Mitteln der
Versicherten zu 100 Prozent finanzieren.
Die Belastung der Kreiskasse durch Hartz IV muss nach Ansicht der Freien
Wähler exakt ausgewiesen werden, um den Bund mit den Mehrkosten
konfrontieren zu können. Ebenso müsse das Land Mehraufwendungen für die
Nachmittagsbetreuung an den Kreisschulen und das achtjährige Gymnasium
tragen. Der Bezirk Unterfranken sei daran zu erinnern, dass er keine
Strukturpolitik auf Kosten des Landkreises Aschaffenburg betreiben darf.
Der Kreis solle mittelfristig von seinen Beteiligungen trennen: Weder die
Wohnungsbaugesellschaft noch das eigene Kompostwerk brächten Vorteile für
den Bürger. Die Beteiligung an einer Mediengesellschaft sei schon aus
prinzipiellen politischen Erwägungen fragwürdig.
Das Rechnungswesen des Kreises müsse modernisiert werden. Ziel sei eine
saubere Bilanzbuchhaltung. Das Mittel der Budgetierung der
Kreiseinrichtungen sei verstärkt einzusetzen, um Bevormundung durch
Eigenverantwortung zu ersetzen.
Die Südasienfluthilfe will die Fraktion mit 500 Euro unterstützen. |
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Fraktionssitzung der
FW-Kreisräte am 20.07.2004 |
Veröffentlichung im Main-Echo
am 26.07.2004 |
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Für die
Freien Wähler ist die Umsetzung der Hartz IV-Gesetze durch Bildung einer
Arbeitsgemeinschaft zwischen der örtlichen Arbeitsagentur und dem
Landratsamt die beste aller schlechten Möglichkeiten. Sie bietet wenigsten
die Chance, dass der betroffene Personenkreis eine zentrale, örtliche
Anlaufstelle hat.
Auf der
Fraktionssitzung der FW wurde deutlich, dass die Hartz IV-Gesetze vor
allem deshalb schlecht sind, weil sie im Vermittlungsausschuss als
Ergebnis vor im Prinzip unvereinbaren Grundsatzstandpunkten zustande
gekommen sind. Die zentralistische SPD-Position auf der einen Seite und
die dezentrale Position der CDU/CSU auf der anderen Seite haben ein
Zwitterwesen geboren, das verwaltungstechnisch aufwendig ist, zum Nachteil
der betroffenen Personen wirkt und auf Kosten der Kommunen umgesetzt
werden wird. Auch nach den jüngsten Finanzzusagen des Bundes wird der
Landkreis mit Kosten von 1,5 bis 4 Mio. Euro belastet, die von den Bürgern
via Kreisumlage abkassiert werden. Es steht zu befürchten, dass die vom
Bund bereit gestellten Mittel vorrangig zur Stärkung des Landeshaushaltes
verwendet werden und bei den Gemeinden nicht ankommen. Erste Überlegungen
der bayerischen Staatsregierung lassen dies befürchten.
Dass der
Spartrieb mittlerweile alle Lebensbereiche voll erfasst hat, zeigt der
Bericht von Bürgermeister Valentin Weber, Laufach, zum Sachstand der
Bahntrasse durch den Spessart. Konnte man bislang davon ausgehen, dass die
doppelgleisige Trassenlösung zur verkehrstechnischen Entlastung der
Spessartgemeinden kommen wird, so steht das gesamte Projekt jetzt
plötzlich wieder unter einem Finanzierungsvorbehalt.
Bürgermeister Rainer Pistner, Schöllkrippen, wies mit drastischen Worten
daraufhin, dass auch an anderer Stelle die dringend benötigte
Infrastruktur des Kreises leide. So werde die Staatsstraße 2305 im
Doppelhaushalt 2005/06 nicht berücksichtigt, obwohl Minister Beckstein
dies den Gemeinden im Kahlgrund versprochen habe.
Die
Finanznot des Staates schlägt auch auf einem anderen Gebiet voll bis auf
die kommunale Ebene durch. Das Klinikum Aschaffenburg ist auf dem besten
Wege sich zu einem finanzpolitischen Sorgenkind zu entwickeln. Die
FW-Kreistagsfraktion steht Privatisierungsüberlegungen allerdings
skeptisch gegenüber, da das Sparpotential ausschließlich in den Lohnkosten
der Angestellten liegt, deren tarifvertragliche Sicherheit in einem
GmbH-Klinikum nicht mehr gegeben wäre. Zudem besteht die Gefahr, dass der
Grundversorgungsauftrag des Hauses leidet, wenn Kostenüberlegungen das
ausschlaggebende Kriterium bei der Patientenauswahl bilden. Man müsse sich
wohl im Interesse der Patienten und des Personals zum Defizitausgleich
durch den Kreis bekennen. Ob man sich aber auf Dauer zwei defizitäre
Krankenhäuser leisten kann, ist eine offene Frage. Die derzeitige bundes-
und landespolitischen Unwägbarkeiten lassen eine drastische
Kreiumlagenerhöhung 2005 von 5 – 10 Punkten befürchten.
Die Schulneu- und
–umbauten sind für die Kreistagsfraktion bildungspolitisch geboten. Leider
entzieht sich das Land Bayern hier seinen Verpflichtungen, indem es zwar
den Bundeszuschuss an den Landkreis weiterreicht, den verbleibenden
Finanzierungsrest von immerhin 1,5 Mio. Euro aber nicht übernimmt, also
Bildungspolitik auf Kosten Dritter in Reinkultur betreibt. |
"Arbeitsagentur und Kreis
sollten zusammenarbeiten"
FW kritisieren Hartz IV - Skepsis bei privatem Klinikum
Kreis Aschaffenburg: Für eine
Arbeitsgemeinschaft der Arbeitsagentur mit dem Landratsamt bei der
Umsetzung der Hartz-IV-Gesetze hat sich die Kreistagsfraktion der Freien
Wähler (FW) ausgesprochen. Als "beste aller schlechten Möglichkeiten"
biete dies den betroffenen Menschen zumindest die Chance auf eine zentrale
örtliche Anlaufstelle.
Bei der Fraktionssitzung
kritisierten die Freien Wähler die Hartz-IV-Gesetze als "Zwitterwesen aus
unvereinbaren Grundsatzstandpunkten von SPD und CDU/CSU", das nun auf
Kosten der Kommunen umgesetzt werde.
Belastung für den
Landkreis
Der Landkreis werde mit 1,5 bis 4 Millionen Euro belastet, die von den
Bürgern via Kreisumlage abkassiert würden. Zudem sei zu befürchten, dass
die vom Bund bereitgestellten Mittel zur Stärkung des Landeshaushaltes
verwendet werden und bei den Gemeinden nicht ankommen.
Skeptisch äußerte sich Dr. Gerhard Glöckner zu Überlegungen, das
defizitäre Aschaffenburger Klinikum zu privatisieren. Gespart werden könne
lediglich bei den Lohnkosten der Angestellten, deren tarifvertragliche
Sicherheit in einer GmbH nicht mehr gegeben wäre. Zudem sei der
Grundversorgungsauftrag des Hauses gefährdet, wenn Kostenüberlegungen bei
der Auswahl der Patienten den Ausschlag gäben.
Auf Dauer zwei
Krankenhäuser?
Dr. Glöckner: "Man muss sich im Interesse von Patienten und Personal zum
Defizitausgleich durch den Kreis bekennen." Ob der Kreis sich auf Dauer
zwei defizitäre Krankenhäuser leisten könne, sei offen. Bundes- und
landespolitischen Unwägbarkeiten ließen eine drastische Erhöhung der
Kreisumlage von fünf bis zehn Punkten für 2005 befürchten.
Auch die Infrastrukturpolitik der Staatsregierung nahmen die Freien Wähler
ins Visier: Schöllkrippens Bürgermeister Reiner Pistner kritisierte, dass
die Staatsstraße 2305 im Doppelhaushalt 2005/06 nicht berücksichtigt sei,
obwohl Minister Beckstein dies den Gemeinden im Kahlgrund versprochen
habe.
Den Pflichten entzogen
Bei den Schulneu- und -umbauten entziehe sich Bayern seinen
Verpflichtungen, indem es zwar den Bundeszuschuss an den Landkreis
weiterreiche, den Finanzierungsrest von 1,5 Millionen Euro aber nicht
übernehme. |
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Fraktionssitzung der
FW-Kreisräte am 04.05.2004 |
Veröffentlichung im Main-Echo
am 08.05.2004 |
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Hartz IV ruiniert die
Kreisfinanzen
Auf der Fraktionssitzung der Freien Wähler
rechnen die FW-Bürgermeister vor, was die Zusammenlegung von
Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe nach derzeitiger Rechtslage für ihre
Kommunen bedeutet. Ein Anstieg der Kreisumlage um fünf Punkte wird dies
Zusammenlegung aller Voraussicht nach für 2005 bewirken. Dies führt in den
Landkreisgemeinden unweigerlich zu Leistungskürzungen, verstärkt die
ohnedies ausgeprägte Investitionsschwäche und wird auch auf das
Gemeindepersonal seine negativen Auswirkungen haben. So sehr die
Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe - also Hartz IV - im
Prinzip richtig ist, so grundverkehrt ist das von CDU/CSU und SPD im
Vermittlungsausschuss hierzu kreierte Optionsmodell. Es handelt sich um
ein bürokratisches, nicht handhabbares Monstergesetz, das keinem der
Betroffenen gerecht wird.
Bürgermeister Reiner
Pistner, Schöllkrippen, berichtet über die Pläne der Kreisverwaltung
bezüglich der Aufrüstung der Kreisschulen zu Ganztagsschulen. Dies
aufgrund der gesellschaftlichen Realität nötigen Maßnahme wird von der
Kreistagsfraktion unterstützt, wobei man sich einig war, dass die Kosten
für diese Maßnahmen aus Steuermitteln des Landes Bayern zu tragen wären,
da Bildung in Deutschland Ländersache ist. Nach den derzeitigen
Finanzierungsplänen können allerdings Kosten in Höhe von zwei Punkten
Kreisumlage auf die Kreiskasse zukommen. Die Kreistagsfraktion bekräftigt
ihre Auffassung, dass mittelfristig nur eine Änderung der
Schulstandortpolitik eine Entlastung auf diesem Gebiet bringen kann. Eine
Politik, die auf Schulzentren setzt, ist verkehrt. Für die Kreisfinanzen
und Kreisschüler wäre ein Bachgaugymnasium und eine zusätzliche Realschule
im Kahlgrund wesentlich besser als der jetzt eingeschlagene Weg.
Fraktionssprecher Dr.
Gerhard Glöckner, Stockstadt, berichtet aus den Kreiskrankenhäusern, deren
Unterfinanzierung weitere drei Punkte Kreisumlagenerhöhung bedeuten
könnte.
Als Fazit der
Fraktionssitzung stellt Bürgermeister Valentin Weber, Laufach, fest, dass
der Gesetzgeber die Kommunen zielsicher an eine Felskante geführt hat und
ihnen jetzt den letzten Schubs gibt. "Auch wenn man die Dinge wegen der
eigenen Nichtzuständigkeit leider nicht ändern könne, so solle man sie
doch wenigstens benennen, damit der Bürger weiß, woran er ist." |
Höhere Kreisumlage
wegen "Monstergesetz" Hartz IV
Freie Wähler: Prinzip richtig, Optionsmodell falsch
Kreis Aschaffenburg: Als ein "bürokratisches
Monstergesetz" hat der Fraktionssprecher der Freien Wähler im
Aschaffenburger Kreistag, Dr. Gerhard Glöckner, die von der
Bundesregierung geplante Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und
Sozialhilfe (Hartz IV) bezeichnet. Als Folge könnte die Kreisumlage um bis
zu fünf Prozentpunkte steigen.
Als weitere Kostenfaktoren
für den Landkreis und somit die Gemeinden wurden in der Fraktionssitzung
der Freien Wähler die Schulen und die Krankenhäuser genannt. Der Aufbau
von Ganztagsschulen könne sich in Höhe von zwei Prozent Kreisumlage auf
die Kasse des Landkreises auswirken, die Unterfinanzierung der
Krankenhäuser in Aschaffenburg und Alzenau-Wasserlos können weitere drei
Punkte Erhöhung bedeuten. Derzeit führen die Aschaffenburger
Kreisgemeinden 40 Prozent ihrer Steuereinnahmen an den Landkreis ab. Ein
Anstieg der Kreisumlage würde unweigerlich zu Leistungskürzungen in den
Gemeinden führen und sich auf Investitionen und Personal auswirken, so die
Freien Wähler in einer Pressemitteilung.
So richtig die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe im
Prinzip sei, so falsch sei das von CDU/CSU und SPD im
Vermittlungsausschuss vereinbarte Optionsmodell, das keinem der
Betroffenen gerecht werde.
Kosten für Ganztagsschulen seien aus Steuermitteln des Landes Bayern zu
tragen, da Bildung in Deutschland Ländersache sei. Mittelfristig könne nur
eine neue Schulstandortpolitik, die nicht auf Schulzentren setze,
Entlastung bringen. Für den Kreis Aschaffenburg wären ein Bachgaugymnasium
und eine zusätzliche Realschule im Kahlgrund die bessere Lösung. |
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Fraktionssitzung der
FW-Kreisräte am 24.09.2002 |
Veröffentlichung im Main-Echo
am 27.09.2002 |
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FW-Kreistagsfraktion fordert vom Gesetzgeber eine
Gemeindefinanzreform
Grund für die
Sondersitzung der FW-Kreistagsfraktion am 24.9.2002 in Goldbach war im
Vorfeld der Haushaltssitzung das dramatische Wegbrechen der Gewerbesteuer
in vielen Kreisgemeinden erkennbar. Diese Tatsache wird die Kreisumlage in
erheblichem Umfang beeinflussen. Entweder wird der Kreis mit deutlich
weniger Geld auskommen müssen oder der Kreistag muss die Kreisumlage
erhöhen. Dies würde für die Gemeinden eine zusätzliche, nicht mehr
akzeptable Belastung bedeuten.
Die FW-Bürgermeister waren
sich einig, dass der Hauptgrund für diese schlimme Situation die vom
Gesetzgeber eingeführte Gewerbesteuerumlage ist, wie es Bürgermeister
Valentin Weber auf den Punkt brachte. Diese Umlage auf die Gewerbesteuer
stieg seit 2000 von 83 % auf 102 % in 2002 und soll 2004 120 % eines
Rechenansatzes betragen. Dies bedeutet im Klartext, dass sich Bund und
Land etwa 46 % der gemeindlichen Gewerbesteuer teilen. Dieses Geld fehlt
den Gemeinden natürlich an allen Ecken und Enden.
In die gleiche gemeindefeindliche Kerbe schlägt das Steuerreformgesetz,
das über die Erlaubnis zur Holdingbildung die großen Konzerne berechtigt,
Gewinne und Verluste ihrer Töchter miteinander zu verrechnen.
Ortsansässige Unternehmen nehmen somit zwar die teure gemeindliche
Infrastruktur in Anspruch, ihre Gewinne aber werden mit ihren Verlusten
weltweit verrechnet. Dieser, im Übrigen von der Finanzverwaltung kaum mehr
zu überprüfende Gestaltungsspielraum, hat z.B. in Goldbach zu einer
Gewerbesteuerrückzahlung von ca. 5 Mio. Euro durch die Gemeinde geführt,
wie Kreisrat Peter Zobel ausführte.
Kreisrat Dr. Gerhard Glöckner verwies als Lösungsansatz auf das im
Zusammenhang mit der Bundestagswahl in die Hessische Landesverfassung per
Volksentscheid eingeführte Konnexizitätsprinzip. Dieser Verfassungszusatz
verpflichtet von nun an in Hessen den Landesgesetzgeber, bei jedem Gesetz
die finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinden zu prüfen und für den
Fall, dass es Kosten verursacht, das nötige Geld an die Gemeinden zu
überweisen.
Die Kreistagsfraktion hielt es für sinnvoll, wenn Bayern einen ähnlichen
Verfassungsartikel mit der Landtagswahl 2003 einführen würde. Als
Sofortmaßnahme gegen die kommunale Finanznot ist vom Land zu fordern, dass
es auf den Landesvervielfältiger bei der Gewerbesteuerumlage verzichtet
und damit den Landesanteil an der Gewerbesteuerumlage in den
Gemeindekassen belässt, wie dies Stoiber von Schröder für den
Bundesvervielfältiger etwas scheinheilig gefordert habe. |
Hessisches Vorbild
Freie Wähler suchen Weg aus Gewerbesteuer-Loch
Kreis Aschaffenburg: Als Lösung gegen die
Gewerbesteuer-Einbrüche in den Kommunen verwies in einer Sondersitzung der
Kreistagsfraktion der Freien Wähler Dr. Gerhard Glöckner auf das in die
hessische Landesverfassung per Volksentscheid aufgenommene
Konnexitätsprinzip. In Bayern könne es anlässlich der Landtagswahl 2003
eingeführt werden.
Der Verfassungszusatz
verpflichtet in Hessen den Landesgesetzgeber, bei jedem Gesetz die
finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinden zu prüfen und für den Fall,
dass es Kosten verursacht, das nötige Geld an die Gemeinden zu überweisen.
Und als Sofortmaßnahme gegen die kommunale Finanznot solle das Land auf
den Landesvervielfältiger bei der Gewerbesteuerumlage verzichten und damit
den Landesanteil an der Gewerbesteuerumlage in den Gemeindekassen
belassen.
Die Freien Wähler betonen, dass wegen der aktuellen
Gewerbesteuer-Einbrüche der Landkreis mit deutlich weniger Geld auskommen
oder der Kreistag die Kreisumlage erhöhen muss.
Dies würde für die Gemeinden eine zusätzlich, nicht mehr akzeptable
Belastung bedeuten.
Diese Umlage auf die Gewerbesteuer stieg von 2000 auf 2002 von 83 auf 102
Prozent und soll 2004 bereits 120 Prozent betragen. Dies bedeute, dass
sich Bund und Land etwa 46 Prozent der gemeindlichen Gewerbesteuer teilen
würden. |
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